Monats-Archive: Oktober 2010

Baltische Runde

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Einmal mit dem Auto von Finnland nach Russland und weiter nach Estland, auf eigene Faust. Warum eigentlich nicht? Alles was es braucht, ist etwas Abenteuerlust, Geduld – und ein Crossover mit 4×4. Und eine Woche Zeit.

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Ausgangspunkt für unsere Baltikum-Rundfahrt ist die finnische Hauptstadt Helsinki. Die südfinnische Millionen-Metropole empfängt uns Anfang Mai mit wechselhaft-windigem Wetter. Unsere Unterkunft ist originell: Das „Katajanokka“ ist Finnlands ältestes Hotelgebäude, 170 Jahre alt. Kein Wunder, ist es doch ein umgebautes Gefängnis, das jetzt modernen Viersterne-Komfort bietet.

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Geduld an der Grenze

Zur Abreise Richtung St. Petersburg erwartet uns leichter Schneefall, doch unser Subaru Outback 2.5 ist Winter-bereift. Die Fahrt führt uns vorbei am mittelalterlichen Porvoo.

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Nnach zwei Stunden erreichen wir den ersten russischen Schlagbaum. Pässe zeigen und weiter geht’s. Doch 2 km weiter ein zweiter Grenzübergang. Alles aussteigen, Einreiseformulare ausfüllen und im eisigen Regenwind warten. Nach 45 Minuten endlich der Stempel. Nun noch die Zollkontrolle unseres brandneuen Subaru. Endlich, nach insgesamt zwei Stunden Grenzübertritt, fahren wir auf russischen Strassen, weitgehend schlaglochfrei. Drei Stunden später treffen wir in unserem komfortablen Reisewagen in Sankt Petersburg ein. Die Zarenstadt an der Newa ist für den 65. Jahrestag der Befreiung von Nazideutschland prächtig herausgeputzt.

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Heimatgefühle kommen auf, als wir im Viersterne-Hotel Helvetia einchecken, unweit vom Newski-Prospekt, der Prachtstrasse St. Petersburg, entfernt. Zwei Tage sind zu wenig für die kulturelle Vielfalt in der Stadt Dostojewskis und Puschkins. Doch nach unserem einzigen Tankstopp unserer Baltikumrunde geht es weiter Richtung Estland.

Russischkenntnisse helfen

Nach rund 100 km Fahrt durch endlose Trabantenstädte St. Petersburgs erreichen wir endlich die offene Schnellstrasse. Die letzten Kilometer vor dem Grenzübertritt werden zum Offroad-Trip, die tiefen Schlaglöcher verlangen aufmerksames Manövrieren, die erhöhte Bodenfreiheit und der 4×4-Antrieb des Outback erlauben uns eine sorgenfreie Fahrt. Nach halbstündigem Formularkrieg, diesmal leider in kyrillischer Schrift, sind wir wieder in der EU. Estland überrascht mit erstklassigen Strassen.

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Nach insgesamt fünf Stunden Fahrt entlang der Küste erreichen wir die Hauptstadt Tallinn mit ihren mittelalterlichen Gemäuern. Der Blick aus dem Swissôtel-Zimmer im 15. Stock über die gesamte Meeresbucht verdeutlicht uns: Schon bald geht es in unserem zuverlässigen Outback auf die Autofähre, die in exakt zwei Stunden den Hafen von Helsinki erreicht. Der baltische Kreis ist geschlossen.

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