Das war knapp

Theorieprüfung mit drei Fehlern bestanden. Punktlandung. Als Nächstes steht die Fahrprüfung für die Ausweiskategorie B1 (gewerbsmässiger Personentransport bis 8 Personen) an. Zwei Fahrstunden beim Fahrlehrer absolviert. Grösste Schwierigkeit: Mich wieder an das korrekte Lenkrad-Drehen ohne Umgreifen gewöhnen – so ein Blödsinn. Aber das wird bei der Prüfung verlangt. Rückwärts einparken mit dem Fiat 132 ist ebenfalls Gewöhnungssache, aber es klappt nach etwas Üben.

Am Vorabend der Prüfung überlässt mir der Fahrlehrer nach der letzten Fahrstunde seinen weinroten Fiat für letzte Übungsfahrten. An die Prüfung selbst wird er mich nicht begleiten. Auch OK.

Der Experte ist von der jüngeren Sorte und nett. Gefährlich, weil trügerisch. Auf der Rückfahrt via Autobahn fordert er muffelig eine zügigere Fahrt – wer hätte das gedacht. Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt lässt er mich bestehen, aber nicht ohne die Worte: „Der Herr trägt Sorge zu Auto und Fahrgästen. Fast zu viel Sorge.“ Egal, bestanden ist bestanden.

Dann noch die Ortskenntnisprüfung, und hier gibt es ein Strahlen der Prüferin: „Null Fehler!“ Na also. Jetzt kann es losgehen.

Nach Telefonat mit dem Geschäftsführer – ein netter und väterlicher Typ – entscheide ich mich erstmal für die Tagesschicht. Die fängt um 7 Uhr an und endet in der Regel um 18 Uhr. Aber fürs Funktaxifahren findet er es noch zu früh, weil meine Ortskenntnisse noch nicht so gut sind. Er schlägt vor, mich erstmal als Chauffeur im Bahnhofstaxi einzusetzen. Für die ersten Schichten bin ich eingetragen. Die Vorlesungen fallen zugunsten des Geldverdienens erstmal aus. Zu verschmerzen.

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein um hier zu kommentieren.