Erstmal investieren

Orientierungsabend bei Nova Taxi in der Länggassstrasse. Anwesend der Geschäftsführer, der Fahrlehrer und Chefinstruktor sowie der Finanzchef. Dazu rund 20 Interessenten für den Job als Taxifahrer, sowohl für eine Festanstellung als auch für den Aushilfsjob.

Klingt eigentlich ganz einfach: Die Theoriekenntnisse kann man sich zuhause per Verordnung aneignen, die gibt es als Fotokopie mit auf den Weg. Wer will, kann zur Taxizentrale kommen und „bögele“, also probeweise eine Testprüfung ablegen. Nur 3 Fehler sind erlaubt, ganz schön streng.

Die Ortskenntnisprüfung lässt ebenfalls nur 3 Fehler zu. Aber laut Fahrlehrer „haben die schon Ausländer bestanden, die erst eine Woche in Bern lebten.“ Auch dazu gibt es Fotokopien mit den wichtigsten Adressen: Hotels, Spitäler, Restaurants, Bahnhöfe, gängigste Routen von A nach B. Lernen ist angesagt. Neben dem Römischen Recht und Strafrecht, versteht sich.

Die praktische Prüfung wäre für mich eigentlich ebenfalls kein Problem, denn die Fahrprüfung liegt erst ein Jahr zurück. Aber der Fahrlehrer will auch noch was verdienen und besteht auf mindestens drei Fahrstunden. Das kostet jedes Mal 50 Franken. Dazu dreimal Prüfungsgebühren à 50 Franken – und schon sind 300 Franken weg. Theoretisch drei Tagesverdienste. Jetzt ist auch klar, warum der Finanzchef dabei ist und alle Kandidaten kritisch beäugt.

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