Fahren und Fahren lassen

Alle Jahre in der Adventszeit lässt Auto-Pfiffikus Frank M. Rinderknecht die visionäre Katze aus dem Sack und präsentiert schon mal drei Monate vor dem Autosalon Genf, was er dort zu zeigen gedenkt. Interessant ist das allemal, und diesmal geht’s ums autonome Fahren.

Rinderknecht ist ein Freund des Autos – und als solcher denkt er sich jedes Jahr ein neues Konzept aus, das aktuelle Zukunfttrends aufnimmt und auf populäre Art weiterspinnt. Mit dem 21. Konzeptfahrzeug aus eigener Kreation hat seine Firma Rinspeed einen fahrenden Freund auf vier Rädern kreiert, den “Budii”.

Auf Basis eines Elektroautos Typ BMW i3 soll Budii den Insassen die Wahl geben, ob sie selbst fahren oder aber sich von ihm chauffieren lassen möchten. Je nachdem wie sich die Gewohnheiten der täglichen Fahrten herausbilden, soll das Fahrzeug aus den Präferenzen lernen und dann die häufigste Variante des Fahrens anbieten.

rinspeed_budii_concept_2015_01Dank eines Roboterarms, an dem das Lenkrad angebracht ist, kann entweder vom linken oder rechten Vordersitz aus gefahren werden. Beim autonomen Fahren bleibt der Lenkradarm in der Mitte und lässt den Insassen Raum zum Zeitunglesen, Fernsehen, Emails bearbeiten etc.

Doch wir sind noch ein Stück vom serienmässigen freien Fahren durch Autos wie Budii entfernt, das weiss auch Rinderknecht: “Der Übergang vom traditionellen zum autonomen Fahren wird in Etappen verlaufen.” Zu denken ist allein an die Anpassung der Strassenverkehrsgesetze und der Versicherungsnormen – das kann dauern. “Wir werden also noch einige Jahre zeit haben und auch benötigen, uns an diese neue Form der Mobilität und dem resultierenden Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik zu gewöhnen.”

Zu sehen sein wird der mit zahlreichen Partnern des In- und Auslands produzierte Rinspeed Budii auf dem Genfer Autosalon (5. bis 15. März 2015).

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