Flaute

Erster Einsatz im Funktaxi. Irgendwie kommt mir das wie ein Trostpreis vor, denn ich kriege nicht einen der weinrot-gelb lackierten Fiat 132, sondern einen weissen, auf dem das „3x24“ in orangen Buchstaben aufgeklebt ist. Der steht auch nicht in der Tiefgarage am Hauptsitz, sondern einige hundert Meter weiter beim Tierspital. Ansonsten aber alles wie erwartet. Tachoscheibe in den Fahrtenschreiber einlegen, per Funk zum Schichtbeginn anmelden und los.

Doch aller Anfang ist schwer. Es ist Sonntag, der einzige für mich freigegebene Termin, und es läuft – nichts. Nochmal kommt das Trostpreis-Feeling auf. Die Wartezeiten zwischen den einzelnen Kursen sind lang. Immerhin geht es allen Kollegen gleich, auch wenn es heute nicht viele sind. Aber ich habe den Funkfilter aufgemacht und höre die Langeweile im Tonfall der Disponenten und der Taxi-Kollegen. Um 16 Uhr gebe ich auf und fahre mit einem Tagesumsatz von gerade mal 120 Franken zurück zum Parkplatz. Das ergibt für mich 51 Franken 60 für sieben Stunden Arbeit. Hmmm…

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein um hier zu kommentieren.