Grenzerfahrung Evo: Landpartie im Jura

Eine Tour der besonderen Art: Mit dem Mitsubishi Lancer Evo X “Final Edition” geht es einmal rund um die Schweiz, mit 8 Etappenzielen an den äussersten Ecken helvetischen Territoriums. Erster Halt in Boncourt JU.

Nicht mehr ganz neu, der scharfe Japaner, aber ein ausgereiftes Früchtchen ist er schon. Der Mitsubishi Lancer Evolution X, die zehnte Ausgabe des kultigen Allradlers, ist seit 2008 auf dem Schweizer Markt. Mit seinen 295 PS gehört er längst nicht mehr zu den stärksten Kompakten, doch ist seine Technik noch heute gut genug, um Subaru WRX STI und Konsorten weiterhin das Fürchten zu lehren. Die “Final Edition” kündigt nun an: Der nächste Evo steht vor der Tür. Dass der abtretende Sportler aber noch immer eine Sünde und mit 39’999 Franken seinen fairen Preis wert ist, soll die #GrenzerfahrungEvo beweisen. Die führt über acht Etappen an die äussersten Grenzen der Schweiz – und zeitweise der eigenen Fahrzeugtechnik.

GrenzerfahrungEvo_01

Ausgangspunkt ist die Mitsubishi-Vertretung Zürich-Nord in Oerlikon, und für die erste Etappe ins jurassische Boncourt verheisst der herbstliche Morgennebel wenig Gutes. Doch der verzieht sich nach wenigen Kilometern auf der Autobahn Richtung Basel. Der Evo macht sich mit sonorem Sound des Zweiliter-Turbobenziners bemerkbar, der unbändig losziehen will. Zum Glück verfügt der Wagen serienmässig über einen Tempomat, wenngleich keinen adaptiven.

Auch sonstigen modernen Schnickschnack wie Sitzheizung, Klimaautomatik oder Navigation sucht man vergebens – da zeigt sich halt doch, dass der Lancer Evolution X schon fast sieben Jahre auf dem Modelljahr-Buckel hat. Den Puristen kümmert’s wenig, der will fahren und nicht mit dem Infotainment oder Komfortelementen spielen.

GrenzerfahrungEvo_06Die direkte Lenkung, die viel Fahrbahnkontakt vermittelt, die gut ausgeformten Schalensitze sowie das bretthart eingestellte Fahrwerk machen denn auch mich sofort zum kompromisslosen Sportsmann. Die rumpelige Landstrasse von Basel über französisches Gebiet bis hin zum nordwestlichsten Vorposten der Schweiz in Boncourt ist aber bereits das perfekte Revier für den Evo, der die vielen schnellen und langgezogenen Kurven mit viel Traktion und Zug meistert. Die 355 Nm Drehmoment lassen es zu, dass nicht bei jedem Zwischensprint und plötzlichen Verzögerungen umgehend geschaltet werden muss. Der Zweiliter ist ausreichend elastisch, wenn man die Drehzahlen nicht völlig in den Keller fallen lässt. Einzig das manuelle Fünfgang-Getriebe schaltet sich etwas kratzig und knorpelig. Besser und zu empfehlen wäre das nach wie vor topaktuelle Doppelkupplungsgetriebe, das es für die “Final Edition” ebenfalls gibt.

GrenzerfahrungEvo_02

Nach zwei Stunden ist die Grenzstation in Boncourt erreicht, und das erste Kennenlernen des Nippon-Kraftpakets verspricht viel Fahrfreude bis ins Ziel.

GrenzerfahrungEvo_Etappe01

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein um hier zu kommentieren.