Historisches Rennsport-Wochenende in Lignières

Lignières Historique rief, und an die dreihundert historische Sport- und Tourenwagen, Formelautos, Motorräder und Seitenwagen trafen sich auf der einzigen Schweizer Rundstrecke. Rund 9000 Zuschauer liessen sich am vergangenen Wochenende in die Zeiten zurückversetzen, in denen das heutige TCS-Gelände in Lignières das Mekka des Schweizer Motorsports war. Einen besonderen Höhepunkt setzten aktuelle und legendäre Rennfahrer wie Marcel Fässler, Fredy Barth, Max Welti, Yann Zimmer, Rolf Biland mit Kurt Waltisperg, Bruno Kneubühler oder Rolf Blatter, die den «Mythos von Lignières» wieder aufleben liessen.

LH14_Final_03Das TCS Fahrtrainingszentrum in Lignières bot mit der einzigen Rundstrecke der Schweiz den würdigen Rahmen für ein Racing Festival mit einem vielseitigen Programm und viel Rennsportgeschichte. Rund 9000 Zuschauer liessen sich das Spektakel auf und neben der Rennpiste nicht entgehen. Sie kamen in den Genuss von Demonstrationsfahrten mit Fahrzeugen aller Kategorien und Epochen (bis 1990).

Lignières Historique bot zudem eine historische Schau der Marke Abarth, angeführt vom neuen 695 biposto als Pace Car, sowie eine Hommage an das 50-Jahr-Jubiläum des Renault R8 Gordini, das mit einem Spezialfeld gefeiert wurde. Auf Pilotenseite war es eine erlesene Auswahl: Marcel Fässler, Fredy Barth, Yann Zimmer waren genauso vor Ort – und auf der Piste – wie die Rennfahrer-Legenden Max Welti, Fredy Amweg (viele auch am ersten Swiss Energy Grand Prix!), Rolf Biland mit Kurt Waltisperg, André Saudan mit Ken Williams, Rolf Blatter, Bruno Kneubühler und viele mehr. Und wer seine Stimme erkannte konnte feststellen, dass am Mikrofon zuweilen auch die Motorrad-Legende Philippe Coulon zu hören war.

LH14_Final_04Die Höhepunkte zum Abschluss des viertägigen Racing Festivals mit etlichen Demonstrations- und Qualifikationsläufen in zwölf verschiedenen Klassen bildeten ein Lauf zur Vintage Schweizermeisterschaft historischer Rennmotorräder (FHRM) in den Kategorien Veteran, Classic, Post Classic und Sidecar sowie zwei Rennläufe je in den Klassen GT/Tourenwagen und Rennwagen, jeweils ohne Zeitnahme, jedoch mit Rundenkontrolle.

Sieger der GT/Tourenwagenklasse wurde Walter Pauli auf Renault Alpine A110 1300s Jahrgang 1971. Beim abschliessenden Rennwagen-Rennen gewannen Andy Feigenwinter mit seinem Daren MK3 von 1971 und Augustin San Juan im Van Diemen 1600 von 1991 ihre Klassen. Die Formel-Ford-Klasse wurde vom dreifachen Le Mans Sieger Marcel Fässler in einem Van Diemen 1600 Jahrgang 1992 dominiert. In einem Fahrzeug gleicher Art absolvierte der Innerschweizer in Lignières – ebenfalls im Jahr 1992! – seine ersten Runden in einem Rennwagen. Den Siegerpokal erhielt er aus der Hand einer weiteren Schweizer Motorsportgrösse: vom A1GP-Weltmeister 2008 und heutigen Porsche-Werksfahrer Neel Jani.

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Roger Egolf, Direktor der TCS Training & Events AG: «Es war schlicht und einfach herrlich, als Gastgeber in Lignières eine Bühne bereitzustellen, die so viel Geschichte zu bieten hat und jetzt auch wieder Geschichte schreiben kann – und schreiben wird! Es war ein gelungenes Fest für Enthusiasten historischer Fahrzeuge, angefangen vom Concours d’Elégance in Neuchâtel über die vielen Demonstrations- und Qualifikationsläufe, das Grand Prix Suisse Berne Memorial, die Auktion und das Open Air Cinema bis hin zu den abschliessenden Rennläufen – ohne die Zukunft zu vergessen, die in Lignières mit dem ersten Swiss Energy Grand Prix stattgefunden hat!»

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