Je länger je besser

Renault zeigt die Langversion der jüngsten Generation seines Kompaktvan-Modells Scenic. Die Neuauflage des geräumigen Familienfahrzeugs soll Ende 2016 auf den Markt kommen und misst mit 4,63 Meter Länge 24 Zentimeter mehr als der Basis-Scenic.

Wie seine Vorgängermodelle ist der Grand Scenic als Fünf- und Siebensitzer erhältlich und will Van-Eigenschaften wie Variabilität und Raumangebot mit unverwechselbarem Design kombinieren. Der französische Kompaktvan wirkt mit ausgeprägter Schulterlinie, weit vorgezogener Windschutzscheibe und den serienmässig 20-Zoll grossen Rädern stämmig. Im Unterschied zum Scenic sind die 3D-Rückleuchten senkrecht angeordnet.

Im Innenraum stehen den Passagieren Ablagen für kleinere Utensilien mit einem Fassungsvermögen von 63 Litern zur Verfügung. Zu den Highlights zählt das auf Schienen montierte Vario-Modul mit 13 Litern Fassungsvermögen. Unter der integrierten Armlehne finden sich zwei USB-Schnittstellen und ein SD-Kartenschlitz, eine Klinkenbuchse sowie ein 12-Volt-Anschluss. Die Fondpassagiere finden auf der Rückseite des Vario-Moduls ebenfalls zwei USB-Schnittstellen, einen Klinkenanschluss, eine 12-Volt-Steckdose und eigene Staumöglichkeiten. Ein 11,5 Liter fassendes Schubfach ist gekühlt; weitere Besonderheit ist ein Ablagenquartett im Kabinenboden.

Statt wie bisher auf Einzelsitzen nehmen die Passagiere in der zweiten Reihe auf einer im Verhältnis 1:2 geteilten Rücksitzbank Platz; beide Segmente lassen sich auf Schienen unabhängig verschieben. Das Kofferraumvolumen des neuen Grand Scenic wächst im Vergleich zum Vorgänger um 40 auf 718 Liter unter der flexiblen Gepäckraumabdeckung. Wird die zweite Sitzreihe nach vorne verschoben, wächst die Ladekapazität auf 866 Liter.

Von den Schwestermodellen übernimmt der neue Grand Scenic eine Fülle moderner Technologien. Parallel zum Scenic kommt im Grand Scenic ab Werk als Premiere in der Kompaktvan-Klasse der Notbremsassistent mit Fussgängererkennung zum Einsatz. Das radar- und kamerabasierte System bremst den Kompaktvan bei Gefahr einer bevorstehenden Kollision mit einem Fussgänger gegebenenfalls bis zum Stillstand ab. Die Funktion ist im Geschwindigkeitsbereich zwischen sieben und 60 km/h aktiv.

Das Motorenangebot für den Grand Scenic wird zwei Benzin- und fünf Dieselaggregate mit Turboaufladung und Direkteinspritzung umfassen, darunter erstmals bei Renault auch einen Diesel-Hybrid. Der dCi 110 Hybrid Assist mit 6-Gang-Schaltgetriebe basiert auf dem dCi-110-Aggregat und verfügt zusätzlich über einen Elektromotor, der den Vierzylinder beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen unterstützt. Gespeist wird er von einer 48-Volt-Batterie, die beim Bremsen und im Schubbetrieb per Rekuperation wieder aufgeladen wird. Für noch mehr Durchzug sorgt der Turbodiesel mit 160 PS und 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe EDC; den Einstieg bildet der Benziner TCe 115 mit 6-Gang-Schaltgetriebe.

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