Näher an die Golf-Region

Hyundai präsentiert auf dem Anfang Oktober beginnenden Autosalon in Paris seinen neuen i30. Die Neuauflage wird geräumiger, leichter, sparsamer – und vor allem deutlich sportlicher in Optik und Fahrverhalten.

Die kleineren Modelle des koreanischen Herstellers, i10 und i20, wurden jüngst mit pfiffigeren Formen aufgewertet, der i20 erhielt dazu einen zusätzlichen Motor – der Zeit entsprechend einen Dreizylinder-Direkteinspritzer-Turbo. Noch deutlicher fallen die Unterschiede beim neuen i30 aus. Die Limousine im Golf-Format bleibt kompakt wie bisher, wird aber vier Zentimeter länger (4,34 m), zwei breiter (1,80 m) und einen niedriger (1,46 m). Die Unterschiede in den Abmessungen mögen gering sein – mit seinem neuen sechseckigen «Kaskaden»-Grill, mit der die Länge streckenden Charakterlinie unter den Fenstern und dem die Breite betonenden Heck samt kleinem Dachspoiler wirkt der i30 deutlich stämmiger, muskulöser.

Im Programm wird die fünftürige Limousine wie bisher die erste Geige spielen, dazu wird später wieder einen Kombi geben. Und auch ein Coupé ist angedacht.

Innen führen die leicht gewachsenen Aussenmasse zu einem luftigeren Raumeindruck. Am Armaturenbrett herrschen analoge Rundinstrumente vor. In der Mitte breitet sich ein Acht-Zoll-Bildschirm aus, über den sich Telefon und Infotainment steuern lassen. Gegen Aufpreis wird es sogar belüftete Sitze und Lenkradheizung geben. Alle modernen Assistenzsysteme inklusive Einparkhilfe mit Bildschirm und Müdigkeitserkennung werden angeboten, auch LED-Scheinwerfer. Eine Notbrems-Automatik für die Stadt wird Serie sein.

Basismotor ist der bisherige 1,4-l-Sauger mit 100 PS. Alle stärkeren Benzinmotoren sind neu, so der jüngst im i20 neu eingeführte 1,0-l-Dreizylinder-Turbo mit 120 PS, Höchstgeschwindigkeit 190 km/h statt 183 km/h beim 1,4-l-Sauger, Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in 11,1 statt 12,7 Sekunden. Vorläufiges Top-Triebwerk ist ein neuer 1,4-l-Direkteinspritzer-Turbo mit 140 PS (210 km/h, 8,9 Sekunden). Später wird es ein Sportmodell unter der Submarke «N» geben, dessen 1,6-l-Turbo stolze 186 PS und 265 Newtonmeter Drehmoment bringen soll – gut für etwa 230 km/h und den Standard-Spurt in 7,0 Sekunden.

Den bekannten 1,6-l-Diesel gibt es in nunmehr drei Versionen mit 95, 110 und 136 PS. Alle erreichen ein maximales Drehmoment von 275 Nm, bis zu mittleren Drehzahlen dürfte im Temperament kaum ein Unterschied bestehen zwischen dem stärksten und dem schwächsten Diesel. Für die stärkeren Selbstzünder und den 140-PS-Benziner steht eine Sieben-Gang- Doppelkupplungsautomatik zur Wahl, Serie ist ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe.

Die Hinterachse des i30 ist neu, dazu zeichnen sich Federung und Dämpfung durch eine deutlich straffere Abstimmung aus. Auch die Lenkung soll direkter reagieren.

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