Neuer Polo-Spieler

Mit ungewohnt konservativem Design, viel Komfort und hochwertiger Verarbeitung soll der neue Hyundai i20 auf Anhieb an die Spitze des europäischen B-Segments vordringen. In die Schweiz kommt der Kleinwagen Anfang 2015.

hyundai_i20_201401_11Seit fünf Jahren hat die koreanische Marke Hyundai die gesamte Modellpalette überarbeitet, und schon geht es in die nächste Modelloffensive. „Bis 2017 wollen wir 22 neue Fahrzeuge auf den Markt bringen“, erklärt Allan Rushforth, seines Zeichens Chef von Hyundai Europe, an dessen Hauptsitz in Offenbach/Deutschland er den neuen Kleinwagen i20 enthüllt, quasi als kleine Vorschau, bevor die offizielle Weltpremiere Anfang Oktober auf dem Pariser Autosalon stattfinden wird.

Der neue Fünftürer bildet die Speerspitze des Konzerns im umkämpften B-Segment und soll gegen die arrivierten Hauptdarsteller VW Polo, Opel Corsa, Ford Fiesta, Renault Clio und Peugeot 208 antreten. Was beim i30 trotz Achtungserfolg im Golf-Segment noch nicht zum durchschlagenden Erfolg wurde, soll nun mit dem i20 erreicht werden, und für Hyundai ist dieses Fahrzeug quasi matchentscheidend für den Zuwachs an Marktanteilen in Europa. Schliesslich hat Hyundai Motor Europe seit 2002 bereits mehr als eine Million des bisherigen Modells verkauft, was nicht weniger als 19 Prozent der gesamten Verkäufe der Marke ausmacht.

hyundai_i20_201401_07So verwundert es nicht, dass Chefdesigner Thomas Bürkle und sein Team etwas von der verspielten Karosseriegestaltung abgekommen sind. „Wir haben beim i20 den Fokus auf die Proportionen des Fahrzeugs gelegt“, erklärt Bürkle. „Dank weiter nach hinten versetzten und etwas steileren A-Säulen wirkt die Motorhaube nun klassischer. Zudem ist die Dachlinie abfallend, was mehr Dynamik signalisiert, und die abgedunkelten C-Säulen lassen das Dach schwebend wirken.“

Laut neusten Hyundai-Studien will fast die Hälfte aller Kunden vor allem eine gute Funktionalität im Fahrzeug. So widmeten sich die Designer besonders der Verbesserung des Innenraumkomforts. Dank vier Zentimetern mehr Länge, 4,5 Zentimeter längerem Radstand und 2,4 Zentimeter mehr Breite erhalten die Insassen mehr Raum, und der Kofferraum gehört mit 326 bis 1042 Litern Volumen zu den besten seiner Klasse. Für optimale Bedienbarkeit am Steuer wurde das Cockpit komplett auf den Fahrer ausgerichtet.

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Für ein rundum verbessertes Fahrverhalten sorgt eine Neukonstruktion der Plattform, der Hinterradaufhängung und des Lenksystems. Zu den Komfortverbesserungen gehören zudem ein beheiztes Lenkrad, wie man es schon vom Opel Corsa kennt, ein Smartphone-Dock und ein grosses Panoramadach, das sich auch öffnen lässt.

Nicht viel Neues gibt es zunächst von der Motorenfront. Hyundai setzt beim i20 auf bewährte Benziner mit 1,25 und 1,4 Litern Hubraum und 84 respektive 100 PS.  Bei den Dieselmotoren stehen ein 75 PS starker 1,1-Liter und ein 90 PS leistender 1,4-Liter zur Verfügung. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6.

Einen deutlichen Sprung nach vorn macht der Hyundai i20 bei der Materialauswahl und der Verarbeitung. Beides wirkt hochwertig und entspricht dem hehren Ziel der Koreaner, die in Europa einen Marktanteil von fünf Prozent anstreben.

Bereits angekündigt hat Hyundai eine dreitürige Coupé-Variante, die wohl beim Autosalon Genf im März 2015 ihre Weltpremiere feiern dürfte. Sie wird die Basis für die nächste Generation des Rallye-Fahrzeugs bilden, das zuletzt bei der Rallye Deutschland den grossen Konkurrenten VW Polo WRC schlagen konnte. Ein gutes Omen für die Zukunft des Hyundai i20.

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