Premium für die Familie

Anfang Juli rollte im Volkswagens-Design-Center in Potsdam bei Berlin der neue Passat zur Weltpremiere vor. VW-Chef Winterkorn kündigte die Auslieferung erster Modelle noch für dieses Jahr an, das bedeutet für die Schweiz: Voraussichtlich Ende November, kurz nach der Auto Zürich Car Show.

Volkswagen-Passat_Variant_2015_04

Volkswagen-Passat_2015_04Die Grundpreise liegen knapp über dem Niveau des Vorgängers, obwohl der neue fast alles besser kann. Die Devise lautet: Mehr Platz im Innenraum, aber bis zu 85 Kilo leichter als der Vorgänger, dazu bis zu 20 Prozent sparsamer, agiler und zugleich komfortabler.

Der Basis-Passat 1.4 TSI mit 125 PS kostet 33’300 Franken (bisher 200 Franken weniger). Für den vergleichbaren Variant werden 35’400 Franken aufgerufen (bisher 34’750 Franken). Für Winterkorn ist das neue Modell „ein Premiumauto ohne Premiumkosten, bei dem es mehr Passat denn je fürs gleiche Geld gibt“.

Im Design schreibt der Neuling die klassische Linie in entscheidenden Schritten fort. Die niedrigere Karosserie verleiht dem Wagen in Verbindung mit längerem Radstand und grösseren Rädern dynamischere Proportionen. Insgesamt bleibt es jedoch beim weitgehend unemotionalen sachlichen Erscheinungsbild.

Volkswagen-Passat_Variant_2015_11 Volkswagen-Passat_Variant_2015_16 Volkswagen-Passat_Variant_2015_08 Volkswagen-Passat_Variant_2015_15 Volkswagen-Passat_Variant_2015_06

Die Motorenpalette schliesst auch einen neu entwickelten Zweiliter-Vierzylinder-Bi-Turbo-Dieseldirekteinspritzer (TDI) mit 240 PS und einem Normverbrauch von kaum mehr als fünf Litern Diesel auf 100 Kilometer ein. Und noch was Neues: Als Hybridmodell wird der Passat mit einem 156 PS starken Benzindirekteinspritzer mit Turboaufladung (1.4 TSI) und einem Elektromotor mit 109 PS bestückt sein. Sie bieten zusammen eine Systemleistung von 211 PS, schaffen bis zu 50 Kilometer rein elektrische Fahrt und eine Gesamtreichweite von insgesamt mehr als 1000 Kilometer.

Volkswagen-Passat_Variant_2015_14 Volkswagen-Passat_Variant_2015_13 Volkswagen-Passat_Variant_2015_12 Volkswagen-Passat_Variant_2015_05 Volkswagen-Passat_Variant_2015_04 Volkswagen-Passat_Variant_2015_02 Volkswagen-Passat_Variant_2015_01 Volkswagen-Passat_Variant_2015_0f Volkswagen-Passat_Variant_2015_0e Volkswagen-Passat_Variant_2015_0c

Als Weltpremieren gibt es im Passat Technologien wie „Trailer Assist“, die Rückfahrautomatik fürs Fahren mit Anhänger, die den Passat selbsttätig in jede Lücke und Einfahrt lenkt sowie den „Emergency Assist“, der im Notfall das Fahrzeug sogar bis zum Stillstand übernimmt, wenn der Fahrer dazu nicht mehr in der Lage sein sollte. Optional erhältlich sind unter anderem auch neu entwickelte Voll-LED-Scheinwerfer in Reflektortechnologie mit automatischem Dauerfernlicht für optimale Lichtausbeute auch bei Gegenverkehr.

Volkswagen-Passat_2015_08 Volkswagen-Passat_2015_0d

Ein Novum bei VW sind das – zeitgemässe – komplett digitale Kombiinstrument und ein Head-up-Display. Mit dem modularen Infotainmentbaukasten (MIB) der Generation II liefert der neue Passat zudem seinen Beitrag zur vernetzten Welt. Die Einbindung von Smartphones und W-LAN gehört da ebenso dazu wie Apps, um via Tablet Filme zu sehen oder die Navigation zu steuern. Doch keine Angst, der Passat bleibt primär ein Auto und wird nicht zur reinen Elektronikkiste.

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein um hier zu kommentieren.