RAID 2014: Erstes Kennenlernen

Ein VW Passat Variant I von 1974 soll es also sein, der als Einsatzfahrzeug für die Oldtimer-Rallye RAID Suisse-Paris 2014 dient. Diesmal geht es allerdings nicht in die französische Metropole, sondern nach Brüssel.

Doch zunächst steht der Prolog zum RAID an, und der führt am Mittwochabend von der AMAG Überland in Dübendorf bei Zürich über das deutsche Grenzgebiet nach Basel in den Messe-Innenhof.

Da steht er nun vor mir, auf dem AMAG-Gelände in Schinznach, dem Hauptsitz des Schweizer Importeurs. Quietsch-Orange, frisch poliert und ohne Rost, die Chromstossstangen glänzend. Bei der Übergabe warnt mich Cheftechniker Erich Reichmuth vor dem etwas gewöhnungsbedürftigen Getriebe.

Doch nach den ersten Testkilometern wird zur Gewissheit: Erich hat masslos untertrieben. Beim Anfahren aus dem Stand ist in der Regel der Rückwärtsgang drin, der erste lässt sich nach etwas Suchen weiter rechts finden. Doch halt, meist ist es dann der dritte Gang. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Glücksache, genauso wie beim Finden des zweiten, der nur zwei Alternativen zulässt: Entweder er geht rein oder eben nicht.

Egal, als nächstes gilt es, meinen Co-Piloten für den RAID-Prolog abzuholen. Berndt Schramka, ebenfalls Autojournalist, bestreitet seine erste solche Rallye. Dagegen bin ich mit meiner einmaligen Vorjahreserfahrung ja schon ein erfahrener RAID-Mitstreiter. Doch relativ rasch hat sich Berndt in die Materie eingearbeitet, die da heisst: Navigieren nach Roadbook, Ausrechnen der Soll-Ankunftszeit und Betätigen der Stoppuhren beim Start zu Sonder- und Schlauchprüfungen.

Dass der orange Passat mit seinen inzwischen vierzig Lenzen durchaus zickig sein kann, lässt er uns beide beim Beladen des Kombi-Kofferraums schmerzlich wissen: Die Heckklappe schnellt hoch und beisst gleich wieder zu – erst kriegt mein Co das Klappenschloss auf den Kopf, und ein paar Minuten später passiert mir das Gleiche. Eine kleine offene Kopfwunde ist das Resultat, doch zum Glück – nur zehn Minuten vor dem Start zum Prolog – keine Platzwunde. OK, mein lieber VW-Jubiläums-Variant, wir haben verstanden und werden Dich pfleglich behandeln.

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein um hier zu kommentieren.