Sportler im SUV-Gewand

Der Mercedes AMG GLE 63 Coupé wandelt sich vom Fliessheck-Geländewagen zur potenten Fahrmaschine, die Porsche Cayenne Turbo und BMW X6M hinter sich lassen könnte.

Mercedes_AMG_GLE63_Coupe_01Die Auto Show in Detroit als erster Fixpunkt der automobilen Messesaison 2015 bietet den Schauplatz, die USA mit ihren tiefen Treibstoffpreisen bei fallenden Rohstoffkosten spannen den Rahmen, für Mercedes hätte der Zeitpunkt zur Weltpremiere des AMG GLE 63 Coupé nicht treffender gewählt worden sein. Denn mit mindestens 557 PS bei einem Normverbrauch von 11,9 Litern Benzin gehört das Fahrzeug in die Liga der leistungsstarken Neuvorstellungen ohne Fokus auf Ökologie, von denen die Detroit Auto Show in diesem Jahr strotzt.

Sportwagenattribute

Die Kraft bezieht der dynamische SUV aus einem V8-Biturbomotor mit acht Zylindern und 5,5 Litern Hubraum, der mit einem maximalen Drehmoment von 700 Nm beeindruckt. Das Gesamtpaket aus Motor, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, aktivem Fahrwerk und Allradantrieb erreicht Fahrleistungen, die sonst nur reinrassige Sportwagen aufweisen. So ist der Paradesprint aus dem Stand auf 100 km/h gemäss Angaben aus Affalterbach in 4,3 Sekunden erreicht. Wie bei Mercedes und dem sportlichen Ableger AMG üblich, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h elektronisch begrenzt.

Wer gar nach noch mehr Leistung verlangt, kann die Modellvariante GLE 63 S Coupé wählen, die 585 PS leistet und ein Drehmoment von bis zu 760 Nm auf alle Räder verteilt. Am Werksverbrauch ändert sich trotz zusätzlicher Leistung nichts, wenngleich man spekulieren darf, dass Theorie und Praxis im Fahrversuch auseinanderklaffen werden.

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Schneller als der Rest

Doch ist aufgrund der Leistungsdaten klar, dass der Mercedes AMG GLE 63 Coupé die Konkurrenz aus Zuffenhausen und München zunächst abschüttelt. Den Porsche Cayenne gibt es als Turbo mit 520 PS, der BMW X6M wird aktuell nur in einer Dieselversion mit 381 PS, allerdings zum GLE vergleichbarem Drehmoment bei deutlich günstigerem Verbrauch angeboten. Audi ist bisher nicht mit einem entsprechenden Angebot, man denke an einen RS Q5, auf dem Markt.

Auch der neue Fliessheck-Geländewagen, der eher auf Asphalt denn auf losem Untergrund anzutreffen sein dürfte, kommt nicht sofort auf den Schweizer Markt. Es wird noch bis zum Hochsommer dauern, und spätestens im Frühling sollen auch die Schweizer Preise feststehen.

Hier geht’s zum Originalartikel der NZZ.19

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