Vier mal Vier mit Heckantrieb

Mein viertes Rennresultat in der VLN bei vier Starts. Viermal im Ziel, viermal Vierter. Die Zahl kenne ich nun. Schönes Ergebnis nach seifigem Start ins Wochenende – und jede Menge Verbesserungspotenzial fürs nächste Jahr. Bring it on.

VLN2014-10_HS01Ein schöner Start ins letzte Rennwochende bei der VLN ist dieser Freitagnachmittag, denn im freien Training auf der Nürburgring-Nordschleife scheint die Sonne. Die Strecke ist in bestem Zustand, und gemeinsam mit meinen Teamkollegen für dieses Wochenende, Thomas Lampert sowie Teamrückkehrer und Autojournalistenkollege Benjiamin Albertalli, entscheiden wir, dass ich die ersten drei Trainingsrunden fahre. Leider herrscht trotz diesmal nur 166 fürs Rennen gemeldeten Fahrzeugen reger Betrieb, denn viele Fahrzeuge sind als Taxis für zahlende VIP-Kunden im Einsatz und füllen die Strecke zusätzlich – und dies vor allem zu Beginn des Trainings. So gelingt mir keine einzige freie Runde, mehr als 10:42 liegt diesmal nicht drin.

Hinzu kommt eine unerwünschte Überraschung. Im Bereich Ex-Mühle ist hinter einer Kuppe ein zerstörter Porsche auf der Strecke “versteckt”, dem ich nur mit Mühe rechts ausweichen kann. Keine Flagge, kein Warnsignal haben mich auf die Situation vorbereitet, und es bleibt während drei Runden dabei. Einmal lässt mich ein langsamerer BMW genau vor dieser Kuppe rechts vorbei und muss dann direkt vor dem Unfallwrack in die Eisen. Pech gehabt.

VLN2014-10_HS02Thomas und Benji haben anschliessend bessere Bedingungen und sind flotter unterwegs. Doch ist klar: Der Wagen mit der Startnummer 516 fühlt sich gut an und gleicht in der Abstimmung der 524 von vor zwei Wochen in jeder Beziehung. Tempounterschiede gegenüber früheren Runden auf dem Ring ergeben sich nur aus der Tatsache, dass ich überall schneller und mit höheren Gängen unterwegs bin. Gut so.

Nach dem freien Training fällt die Entscheidung, dass ich am nächsten Morgen im Qualifying erneut als Erster starte. Doch macht das halbwegs erwartete feuchtkalte Herbstwetter am Samstag die Fahrt deutlich schwieriger. Ich bin auf Regenreifen unterwegs und absolviere meine beiden Runden mit höchstem Respekt, denn ich will auf keinen Fall riskieren, den Wagen zu verlieren, sodass die anderen beiden Fahrer sich nicht regulär qualifizieren können. Die Strecke ist äusserst rutschig, einige Porsche, BMW und selbst unser direkter Konkurrent im Mazda MX-5 sind den Bedingungen nicht gewachsen. Der Toyota GT 86 macht es deutlich besser, vor allem dank der Fahrdynamikregelung im Modus “VSC Sport”, die etwas Restsicherheit vermittelt. Für Thomas Lampert und Benji Albertalli werden die Bedingungen im Lauf des Qualifying minim besser, aber mehr als Startplatz sieben in der Klasse V3 ist nicht möglich.

Den Rennstart übernimmt Benji, der die Einführungsrunde und acht weitere Umläufe fahren soll. Doch es kommt anders: Wegen dichten Nebels im Bereich der Grand-Prix-Strecke wird das Rennen nach zwei Runden abgebrochen. Wir rechnen bereits mit einer kompletten Absage, doch überraschenderweise können wir zweieinhalb Stunden später doch noch einmal starten. Wieder übernimmt Benji, wir sind immer noch regenbereift – leider ein Fehler, denn die Strecke trocknet sehr rasch ab. So muss der Tessiner schon nach zwei Runden zum Reifenwechsel an die Box kommen und übergibt an Thomas, der nun auf komplett trockener Piste vorwärtskommt.

Den Schlussturn übernehme ich, und von Anfang an fühlt sich der Wagen hervorragend an. Doch leider wird im Adenauer Forst die Ölflagge gezeigt, jede Menge hellbraunes Bindemittel liegt auf der Strecke und lässt nur eine schmale Fahrlinie frei. Schnelle Rundenzeiten um die 10:30 sind so leider nicht möglich, sodass ich wie meine Teamkollegen Zeiten um die 11 Minuten abliefere. Nach sechs Runden ist die Zielflagge draussen, und wieder ist es der vierte Platz in der Klasse V3. Und das zum vierten Mal in vier Zielankünften. Ich glaube, ich beantrage nächstes Jahr die Startnummer 4.

Nächstes Jahr, genau. Das Ziel bleibt die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen. Gemäss aktuellen Lizenzvorschriften habe ich die Vorgabe für eine Startberechtigung beim grossen Eifel-Klassiker bereits erfüllt. Doch noch ist nicht ganz klar, was letztlich im nächsten Jahr wirklich verlangt wird. Ich werde mich auf jeden Fall um eine internationale C-Lizenz bemühen, damit es keine Diskussionen gibt.

VLN2014-10_HS03

Und so gehen meine Rennklamotten erstmal in den Winterschlaf. Spätestens im März geht es wieder los. Watch this space!

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