VLN 2015-01: Unerwartet jähes Ende

Der erste Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft 2015 wurde nach nur 70 Minuten abgebrochen. Die Geschehnisse bis zum folgenschweren Unfall eines Konkurrenten treten aufgrund der tragischen Folgen in den Hintergrund.

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André da Silva vor dem Start in der Nummer 524.

Der Start zum ersten Saisonlauf der VLN begann für das Toyota Swiss Racing Team vielversprechend. Der Toyota GT 86 mit der Startnummer 524 startete in der Klasse V3 von der ersten  Startposition aus. André da Silva legte bei trockenem Wetter mit schnellen Zeiten los und machte einige Positionen gut.

In der dritten Runde misslang jedoch im Bereich Hohe Acht eines seiner Überholmanöver, was zu einer Kollision mit einem Konkurrenten im Innern der Rechtskurve führte. Mit verstellter Spur schaffte es da Silva an die Box, von wo aus er nach einer fünfzehnminütigen Reparaturpause wieder ins Rennen gehen sollte. “Vielleicht war ich beim Überholen innen durch die Kurve zu optimistisch”, erklärte da Silva.

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Das Toyota Swiss Racing Team, im Bild Teamchef Hannes Gautschi unter dem Wagen und Technikchef Roland Baumann rechts daneben, erledigte die Reparatur der Vorderachse an Startnummer 524 in Rekordzeit.

 

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Thomas Lampert macht sich fertig zum Start im Toyota GT 86 mit der Startnummer 533.

Das Fahrzeug mit der Nummer 533, der in der Klasse Cup4 gemeldete Toyota GT 86 erlebte die ersten sechs Runden mit Thomas Lampert als Startfahrer eine schnelle und konstante Fahrt ohne Zwischenfälle.

Nach dem schweren Unfall eines Konkurrenten im Bereich Flugplatz wurde das Rennen sofort abgebrochen und nicht wieder gestartet. Dies bedeutete, dass es bei beiden Toyota GT 86 des Toyota Swiss Racing Teams nicht zu Fahrerwechseln kam. Herbie Schmidt und Christoph Lötscher, die auf der 524 zum Einsatz hätten kommen sollen, blieben ohne Rennrunden, genauso wie Manuel Amweg auf der 533.

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“Dass das Rennen so früh endete, ist natürlich einerseits enttäuschend für das gesamte Team”, erklärt Hannes Gautschi, Teamchef bei Toyota Swiss Racing. “Doch das ist angesichts des schweren Unglücks nebensächlich. Zwischenfälle sind auf der Nürburgring-Nordschleife nie auszuschliessen, aber mit dem ungewöhnlichen und tragischen Verlauf dieses Unfalls konnte niemand rechnen. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Angehörigen des Verstorbenen, und wir wünschen den verletzten Zuschauern rasche Genesung.”

Noch ist unklar, ob das Rennergebnis zum Zeitpunkt des Abbruchs in die Wertung der VLN gelangt. Der zweite Lauf findet am 25. April statt.

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