VLN10: Kniffliges Saisonfinale

Die beiden rotweissen Toyota GT 86 des Toyota Swiss Racing Teams kamen beim zehnten und letzten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft im wechselhaften Herbstwetter sicher ins Ziel und gehen nun in den Winterschlaf.

VLN2014-10_R01Wieder war es das Wetter, durch das der gesamte Rennlauf in der VLN entscheidend beeinflusst wurde. Der Toyota GT 86 mit der Nummer 532 wurde am Start um 12:00 Uhr von Werner Schmid in seinem letzten Rennen pilotiert, den Start-Turn der 516 übernahm Benjiamin Albertalli. Beide Fahrzeuge waren mit Regenreifen ausgerüstet, da die Strecke komplett nass war. Schmid hatte eine frühe Begegnung mit einem Honda Civic, konnte die Fahrt jedoch trotz flatternden rechten Kotflügels fortsetzen. Albertalli gelang es rasch, vier Konkurrenten zu überholen und machte sich daran, sich durchs Feld nach vorne zu arbeiten. Doch wurde bereits in Runde 2 die rote Flagge gezeigt, weil auf der Strecke zu viel Herbstnebel aufgekommen war und die Sicht arg einschränkte.

VLN2014-10_R06Der zweite Start erfolgte um 14:25 Uhr, und viele Konkurrenten in den Klassen CUP4 und V3 wechselten in letzter Minute bei abtrocknender Piste auf Slicks. Das Toyota Swiss Racing Team und die erfahrene Einsatztruppe von Ring Racing setzte auf ihre Erfahrung und blieb auf Regenreifen. Es war ein Fehler, wie sich alsbald herausstellte. Die 532, beim Neustart von Roland Schmid gefahren, kam nach einer Runde zum Wechsel auf profillose Pneus sowie einer Notreparatur am Kotflügel an die Box, die 516 eine Runde später. “Das Auto war komplett unfahrbar mit den sich auflösenden Regenreifen”, kommentierte Albertalli, der beim Stopp gleich an den zweiten Piloten Thomas Lampert übergab.

Beide Fahrzeuge hatten danach einen zwischenfallslosen Lauf, der jedoch kaum schnelle Runden zuliess. Von Beginn an machte eine breite Ölspur, die sich vom Adenauer Forst bis zum Karussel hinzog, das Fahren auf einer recht schmalen Fahrlinie schwierig, hinzu kam eine Reihe von Doppelgelb-Bereichen nach Unfällen. Die 532 übernahm Roger Vögeli von Roland Schmid und übergab sie zum Schluss-Stint an Werner Schmid, der seine Abschiedsvorstellung in der VLN sichtlich genoss und seine letzte Runde noch in einer Zeit von 10:49.455 absolvierte. Das reichte für das Cup-Auto letztlich für Gesamtrang 120 und einen sechsten Rang in der CUP4-Wertung.

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Thomas Lampert gab die 516 nach einem gleichmässig und zuverlässig gefahrenen Turn und acht Runden an Herbie Schmidt, der die letzten sechs Runden auf der eindunkelnden und immer nebligeren Nordschleife absolvierte und das Fahrzeug noch auf den vierten Rang in der Klasse V3 brachte, was zugleich Gesamtrang 114 im Feld der 166 gemeldeten Fahrzeuge bedeutete. “Viertes Rennen, vierte Zielankunft, zum vierten Mal Vierter – vielleicht sollte ich nächstes Jahr mit der Startnummer Vier fahren”, war Herbie Schmidts Schlusskommentar nach einer ereignisreichen VLN-Saison 2014.

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Damit geht das Toyota Swiss Racing Team in die Winterpause. Der Dank gilt allen im Team, den Piloten, Mechanikern, Technikern und Taktikern, der Teamleitung und dem grossen Support von Ring Racing aus Boxberg, ohne die der Einsatz in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Das grösste Saison-Highlight ist sicherlich der Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen, nota bene der dritte Klassensieg beim Nordschleifen-Klassiker in Folge. Die Vorfreude aufs nächste Jahr wächst bereits!

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VLN9 – Rennen – Klasse CUP4

RangStartnummer (Fahrer)RückstandSchnellste Runde
1. 534 (Hoffmeister/Wrabetz) 09:53.571
2. 539 (Moore/Moore) + 00:29.476 09:51.185
3. 545 (Beisiegel/Tschornia/Ledwon) + 1 Rd.10:15.130
4. 529 (Bolz/Kenntemich/Hofmeister) + 1 Rd.10:05.539
5. 540 (Kudrass/Kudrass/Tschornia) + 1 Rd.10:05.284
6. 532 (R. Schmid/R. Vögeli/W. Schmid) + 2 Rd.10:21.555

VLN9 – Rennen – Klasse V3

RangStartnummer (Fahrer)FahrzeugRückstandSchnellste Runde
1. 511 (Kuhlmann/Giesbrecht/Neugebauer) Honda Civic -10:16.556
2. 522 (Brink/Thorsen/Vastakast) Renault Clio 3 RS + 01:15.15410:20.346
3. 517 (Wilking/Andree) Toyota GT 86 + 02:13.94910:16.337
4. 516 (T. Lampert/H. Schmidt/B. Albertalli) Toyota GT 86 + 09:51.62510:58.310
5. 515 (Bartz/Taylor/Bayer) Mazda MX-5 + 1 Rd.10:31.212
6. 525 (Assmann/Engl/Günther/Meisenzahl) Opel Astra G OPC + 2 Rd.11:41.563
DNF 512 (Stessens/Stessens/Stessens/Eeckelaert) Toyota GT 86 + 3 Rd.10:05.686
DNF 510 (Epp/Uelwer/Nolting) Renault Clio RS + 8 Rd.10:36.657

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