VLN6: Angekommen

Beide GT 86 des Toyota Swiss Racing Teams kamen beim sechsten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft ins Ziel. Die in der Cup-Klasse führende Mannschaft kämpfte mit technischen Problemen, das zweite Auto wurde in der Klasse V3 mit zwei VLN-Neulingen Vierter.

VLN2014-60R_08Manchmal sind es nicht die nackten Rennergebnisse, die die Geschichte eines Rennens ausmachen, sondern vielmehr die Umstände, die dazu führen. So durfte sich das Einsatzteam von Toyota Swiss Racing, die Boxberger Truppe Ring Racing, unterstützt vom Schweizer Technikchef Roland Baumann, als Sieger fühlen. Denn als das mehr als 200 Fahrzeuge starke Feld sich anschickte, das Vierstundenrennen auf der Nordschleife zu starten, war wenige Sekunden zuvor der Toyota GT 86 mit der Startnummer 532 rennfertig geworden. Dies nach einer Blitzaktion, in der in nur 90 Minuten ein Motorwechsel vollzogen wurde, nachdem der Wagen im Qualifying mit Motorschaden stoppen musste.

111/ 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, EUROPA, Deutschland, Rheinland-Pfalz, Adenau, Nuerburgring, Nordschleife, 05.07.2014 08:45:38  Copyright by Robert Kah / imagetrust“Dass wir das noch so hingekriegt haben, dass der Wagen aus der Boxengasse gleich ohne Rundenrückstand starten konnte, haben wir nur zu hoffen gewagt”, freute sich Teamchef Hannes Gautschi zu Rennbeginn. Doch damit begann erst die Aufholjagd mit dem Ziel, das Auto noch vom achten Platz in der Cup-Klasse nach vorn zu bringen. Doch gab es im Feld der Toyota GT 86 Cupautos keine Ausfälle oder Disziplinarstrafen. “Das Feld ist so eng beieinander, dass sich ein Aufholen als sehr schwierig gestaltet”, erklärte Werner Schmid, der den Start-Stint bestritt und keinerlei Probleme mit der Wassertemperatur des neuen Motors meldete. Roger Vögeli übernahm nach acht Runden, doch auch ihm gelang keine Rangverbesserung. “Wir waren bei den Doppelgelb-Phasen immer besonders vorsichtig, um keine Zeitstrafe zu kassieren – aber leider waren die anderen Cupteams genauso brav”, gab er die Erklärung für den Status Quo in der Klassierung. Roland Schmid fuhr die letzten Runden und brachte den GT 86 mit der 532 sicher ins Ziel. “In der Cupwertung haben wir nun natürlich einen Rückschlag erlitten”, so Werner Schmid nach dem Zieleinlauf. “Es stehen zum Glück aber noch fünf Läufe der VLN 2014 an, da können wir vielleicht noch aufholen.”

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Als Sieger durften sich die beiden Piloten des in der Klasse V3 startenden Wagens mit der Nummer 524 fühlen. Thomas Lampert und Herbie Schmidt fuhren ihr erstes Rennen in der VLN Langstreckenmeisterschaft und brachten das Auto mit konstanten Rundenzeiten ohne Zwischenfälle ins Ziel. “Das war die Vorgabe, und das haben sie erreicht – sehr erfreulich fürs ganze Toyota Swiss Racing Team”, fasst Hannes Gautschi zusammen. In der Klasse konnten Lamparter/Schmidt zwar nicht vom vierten Platz vorrücken, doch klassierten sich die beiden Neulinge im Feld von 207 gestarteten und 167 gewerteten Fahrzeugen des Vierstundenrennens als 113te, ein Erfolg.

“Das baut uns auf, und es macht Lust auf mehr VLN”, erklärt der 45-jährige Liechtensteiner Toyota-Garagist Thomas Lamparter im Ziel. “Wir sind in der VLN angekommen, im wahrsten Sinn des Wortes”, ergänzt der 52-jährige Autojournalist Herbie Schmidt nach seiner ersten Nordschleifen-Rennerfahrung.

VLN6 – Rennen – TMG Toyota GT 86 Cup (CUP4)

RangStartnummer (Fahrer)RückstandSchnellste Runde
1. 539 (Moore/Moore) 09:49.604
2. 534 (Dreszer/Hoffmeister/Wrabetz) + 1:22.78209:48.669
3.  540 (Kudrass/Tschornia/Kudrass) + 2:38.152 09:59.228
4. 545 (Beisiegel/Ledwon/Goral) + 1 Rd. 09:58.695
5. 531 (Muytjens/Brody/Rettich/Dujardin) + 1 Rd. 10:05.943
6. 538 (Hönscheid/Hönscheid) + 1 Rd. 10:06.919
7. 529 (Bolz/Kenntemich/Wolf) + 1 Rd. 10:12.316
8. 532 (R. Schmid/W. Schmid/R. Vögeli) + 1 Rd. 10:03.737

VLN6 – Rennen – Klasse V3

 
RangStartnummer (Fahrer)FahrzeugRückstandSchnellste Runde
1. 510 (Epp/Uelwer/Nolting) Renault Clio RS -10:20.893
2. 511 (Kuhlmann/Giesbrecht) Honda Civic + 00:00.144 10:15.066
3. 512 (Stessens/Stessens/Stessens/Eeckelaert) Toyota GT 86 + 1 Rd.10:22.087
4. 524 (T. Lampert/H. Schmidt) Toyota GT 86 + 1 Rd.10:50.416

 

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