VLN7: Zweiter Platz nach Aufholjagd

Das Toyota Swiss Racing Team brachte bei teils widrigen Wetterbedingungen und schlechter Sicht beide GT 86 sicher ins Ziel. Die richtige Reifenwahl liess René Lüthi/Christoph Wüest in letzter Minute den zweiten Rang erobern.

VLN2014-07R_02Sonnenschein gab es beim 6-Stunden-Rennen, dem siebten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife, nur zu Beginn. René Lüthi im Toyota GT 86 mit der Startnummer 524 und Christoph Lötscher in der 516 nahmen die neben dem 24h-Rennen längste Prüfung der VLN forsch in Angriff und machten sich daran, das Feld der 8 gestarteten Wagen in der Klasse V3 aus den Startpositionen 3 und 7 quasi von hinten aufzurollen.

Beide Piloten kamen nach acht Runden zum Tankstopp und Fahrerwechsel an die Box. “Beim Hinausfahren auf den Grand-Prix-Kurs sah ich bereits dunkle Wolken”, erklärte Herbie Schmidt, der den Mittel-Stint in der 516 übernahm. “Bereits im Bereich Hatzenbach begann es zu regnen, aber es war noch trocken genug, mit den Slicks weiterzufahren.” Christoph Wüest, der die 524 übernommen hatte, überzeugte mit schnellen Rundenzeiten, trotz des immer stärker werdenden Regens. Beide Piloten absolvierten eine weitere Runde auf den profillosen Reifen und kamen anschliessend zum Wechsel auf Regenreifen an die Box, um für eine längere Phase mit nasser Fahrbahnoberfläche gerüstet zu sein.

VLN2014-07R_03Doch das Eifelwetter diktierte ein anderes Szenario. Kaum waren beide GT 86 des Toyota Swiss Racing Teams wieder unterwegs, zeigte sich die Sonne, und die Piste trocknete weitgehend ab. “Ich begann mir bereits Sorgen zu machen, dass die Pneus zu stark unter dem warmen und trockenen Belag leiden würden”, erzählt Herbie Schmidt. “Aber dann begann es wieder zu tröpfeln, und im Bereich Flugplatz schüttete es wie aus Kübeln.” Beide Wagen blieben während der Starkregenphase heil, im Unterschied zu manch höher klassiertem Konkurrenten.

Deutlich dezimiert ging das Feld der ursprünglich 193 gemeldeten Fahrzeuge ins letzte Drittel des 6-Stunden-Rennens. Christoph Wüest übergab seinen GT 86 mit der Nummer 524 nach zehn gefahrenen Runden auf Rang drei liegend wieder an René Lüthi. “Kurzzeitig waren wir sogar ganz vorn, aber die verschiedenen Tankstopp-Strategien haben das wieder ausgeglichen”, erklärt Christoph Wüest. Ebenfalls zehn Runden absolvierte Herbie Schmidt und überliess die 516 nach rund zwei Stunden und 40 Minuten Thomas Lampert für den Schluss-Turn.

Als die Strecke rund vierzig Minuten vor Rennende wieder abtrocknete, war das Einsatzteam von Ring Racing bereit für einen erneuten Reifenwechsel der 524 auf Slicks. Christoph Wüest stand bereits behelmt für einen letzten Fahrerwechsel bereit, doch dann setzte erneut Regen ein. Der auf Rang zwei liegende Konkurrent war bereits auf Slicks unterwegs und wurde auf der letzten Rennrunde ein Opfer des rasch aufholenden René Lüthi. “Im Regen hatte ich klare Vorteile”, erzählt Lüthi im Ziel. “Als mich das Team über Funk informierte, dass ich noch den zweiten Platz holen könnte, habe ich die Chance gepackt.” Beim Karussell zog er vorbei und erreichte als Zweiter das Ziel.

Thomas Lampert hatte bei den wechselhaften Bedingungen auf den Regenpneus seinen Spass: “Eine grossartige Erfahrung – ich wurde immer schneller! Einen höherklassigen Konkurrenten nach dem anderen konnte ich überholen, das Auto hat alles mitgemacht.” Auf dem vierten Platz brachte Lampert die 516 ins Ziel. Sechs Stunden ohne einen Kratzer – ein eigentlicher Sieg gegen das Eifelklima.

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Für das Toyota Swiss Racing Team gab es aber noch mehr Grund zur Freude. Die von Ring Racing eingesetzten Lexus IS-F CCS-R holten in der Klasse SP8 einen Doppelsieg. Herzlichen Glückwunsch an die Teams Uwe Kleen/Klaus Völker/Jordan Tresson und Helmut Baumann/Horst Baumann!

VLN7 – Rennen – Klasse V3
 
RangStartnummer (Fahrer)FahrzeugRückstandSchnellste Runde
1. 510 (Epp/Uelwer/Nolting) Renault Clio RS -10:11.6043
2. 524 (R. Lüthi/C. Wüest) Toyota GT 86 + 04:05.217 10:17.087
3. 511 (Kuhlmann/Giesbrecht/Neugebauer/Drössiger) Honda Civic + 05:35.16810:16.941
4. 516 (C. Lötscher/T. Lampert/H. Schmidt) Toyota GT 86 + 1 Rd.10:33.110
DNF 519 (Nett/Nett) Peugeot 306 + 6 Rd.10:22.838
DNF 517 (Oestreich/Wilking) Toyota GT 86 + 8 Rd.10:08.801
DNF 512 (Stessens/Stessens/Stessens/Eeckelaert) Toyota GT 86 + 12 Rd.11:00.476
DNF 515 (Bayer/Taylor/Beck/Lomas) Mazda MX-5 + 26 Rd.10:25.720

 

VLN7 – Rennen – Klasse SP8
 
RangStartnummer (Fahrer)FahrzeugRückstandSchnellste Runde
1. 135 (U. Kleen/K. Völker/J. Tresson) Lexus IS-F CCS-R -08:58.275
2. 137 (H. Baumann/H. Baumann) Lexus IS-F CCS-R + 1 Rd. 09:24.490
3. 457 (Jäger/Barlesi/Köhler/Devigus) Ferrari 458 +02:50.14808:53.626

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