VLN8: Drei Podestplätze in zwei Klassen

Das Toyota Swiss Racing Team erkämpfte in letzter Minute einen dritten Platz in der Klasse CUP4. In der Klasse SP8 holte Lexus Racing einen Doppelsieg. Die in der SPX gestarteten Lexus RC F GT3 fielen nach Unfällen aus.

12107947_1048069195225774_1773491567095787957_nEs war ein durchwachsenes Wochenende für das Toyota Swiss Racing Team beim achten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Was man allerdings vom Wetter nicht behaupten konnte, denn die Eifel empfing die Truppe aus der Schweiz sowie das Einsatzteam von Ring Racing mit strahlendem Sonnenschein. Während des gesamten Rennwochenendes der VLN fiel kein Tropfen Regen.

Doch hagelte es für die Mannen aus Box 10 Zwischenfälle, die alle Hände voll zu tun gaben. So startete der rot-weisse GT 86 des Toyota Swiss Racing Teams mit Manuel Amweg am Steuer fulminant und holte Platz um Platz auf, als ein Schaden am vorderen rechten Querlenker einee ausserplanmässige Reparaturpause erforderte. Der Wagen mit der 533 fiel vom zweiten auf den fünften Klassenrang zurück. Thomas Lampert übernahm die Fahrt und hatte eine unerwartete Berührung mit dem in der Klasse SPX gestarteten Lexus RC F GT3 des Farnbacher-Teams. Er konnte seine Fahrt im Unterschied zum Lexus allerdings unvermindert fortsetzen, lediglich eine aufgeschlitzte Beifahrertür verunstaltete den Toyota GT 86.

In der Schlussphase des 4-Stunden-Rennens übernahm erneut Amweg das Steuer und machte sich an die Aufholjagd. Es gelang ihm, den Abstand zu den dritt- und viertplatzierten Konkurrenten aufzuholen und in der letzten Runde nur wenige hundert Meter vor der Zielflagge an den beiden anderen GT 86 vorbeizuziehen und in extremis den dritten Rang in der Cup-Klasse zu holen. «Wir sind froh, dass wir nach dem Missgeschick bei der Aufhängung noch ein paar Punkte in der Cupwertung geholt zu haben», erklärte Thomas Lampert.

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Die beiden Stammfahrer von Toyota Swiss Racing, Herbie Schmidt und Christoph Lötscher, fuhren ausnahmsweise einen Lexus IS F CCS-R des Teams.

Die beiden Fahrer des Toyota Swiss Racing Teams, die für einmal im Lexus IS F CCS-R von Ring Racing Platz nahmen, kamen schnell mit dem ungewohnten Fahrzeug zurecht. Theo Kleen hatte bereits erste Testkilometer absolviert und ergänzte die beiden Schweizer bestens. Herbie Schmidt übernahm den Start und fuhr gleich am Anfang in die Boxengasse, um eine im Training kassierte Zeitstrafe von 45 Sekunden abzusitzen. Anschliessend machte er sich vom fünften Rang in der Klasse auf die Verfolgung des ersten Starterfeldes, noch bevor die zweite Startgruppe das Rennen in Angriff nahm. «Ich hatte während zwei Runden freie Fahrt und war alsbald dran an unserem Klassenkonkurrenten, dem Aston Martin, den ich rasch distanzieren konnte», erklärte Schmidt, nachdem er den Lexus auf  Rang 3 in der Klasse SP8 an Theo Kleen übergeben hatte.

Theo Kleen setzte die schnelle Fahrt fort und konnte zunächst den Aston Martin in Schach halten, wo zwischenzeitlich jedoch der schnellste Pilot des Teams übernommen hatte und sich am Lexus mit der 136 vorbeischieben konnte. Mittlerweile war leider das Schwesterauto mit der 135, das an zweiter Stelle in der SP8 lag, ohne Vortrieb ausgefallen. An der Spitze der Klasse führte souverän der Lexus RC F Concept mit Uwe Kleen und Klaus Völker das Feld an. Nachdem Christoph Lötscher als Schlussfahrer der 136 für Lexus Racing übernommen hatte, konnte er den mittlerweile eroberten zweiten Rang gegenüber dem Aston Martin bis ins Ziel verteidigen. «Das war nicht ganz einfach, denn ich litt in der Schlussphase unter enormen Magenproblemen und fühlte mich nicht besonders gut», erklärte Lötscher erleichtert im Ziel, wo Lexus Racing mit der 150 und der 136 einen Doppelsieg feiern konnte.

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Glimpflich ging in der Klasse SPX zunächst ein Zwischenfall für die Startnummer 54 aus, als Markus Östreich nach rund einer Stunde mit einem langsameren Fahrzeug kollidierte und aufgrund einer hochgefalteten Motorhaube, die ihm die Sicht versperrte nur langsam zur Box zurückkehren konnte. Der Schaden konnte rasch repariert werden, doch kam es im späteren Verlauf zu einem folgenschweren Unfall von Lorenz Frey mit einem langsameren Opel, der für beide Fahrzeuge mit Überschlägen und einem Rennausfall endete. Beide Fahrer blieben zum Glück unverletzt.

Die drei Podestplätze für Kleen/Völker, Lötscher/Schmidt/Kleen und Amweg/Lampert trösten jedoch über die beiden ausgefallenen Lexus hinweg. Allerdings dürfte es ein Wettlauf mit der Zeit werden, um den RC F GT3 von Emil Frey Racing rechtzeitig für den nächsten Lauf der VLN am 17. Oktober zu reparieren.


VLN 2015-08 – Rennen – Klasse CUP4

RangStartnummer (Fahrer)RückstandSchnellste Runde
1. 534 (Hoffmeister/Wrabetz) 9:46.743
2. 538 (Hönscheid/Hönscheid) + 1 Rd.9:55.783
3. 533 (M. Amweg/T. Lampert) + 1 Rd.9:54.947
4. 532 (Barbaro/Brody) + 1 Rd.10:00.916
5.  529 (Bolz/Jung/Wolf) + 1 Rd.9:57.880

VLN 2015-08 – Rennen – Klasse SP8

RangStartnummer (Fahrer)FahrzeugRückstandSchnellste Runde
1. 150 (U. Kleen/K. Völker) Lexus RCF Concept 8:54.904
2. 136 (C. Lötscher/H. Schmidt/T. Kleen) Lexus IS F CCS-R + 2 Rd.9:36.926
3. 142 (Schuhbauer/Kroner/Gebhardt) Aston Martin Vantage V8 N430 + 2 Rd.9:08.924
DNF 135 (K. Völker/He. Baumann/Ho. Baumann) Lexus IS F CCS-R + 14 Rd.9:01.655
DNF 148 (Hackländer/Humbert) Audi R8 + 21 Rd.8:30.698
DNF  139 (Smith/Richardson) Ferrari 458 Challenge + 26 Rd.-

VLN 2015-08 – Rennen – Klasse SPX

RangStartnummer (Fahrer)FahrzeugRückstandSchnellste Runde
1. 16 (Jäger/Seyffarth/Buurman)  Mercedes-AMG GT3-8:07.057
DNF  55 (Farnbacher/Yoshimoto) Lexus RC F GT3  + 8 Rd.8:14.149
DNF 54 (M. Östreich/L. Frey/J. Tresson)  Lexus RC F GT3+ 16 Rd.8:28.841

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