XL1 auf französisch

Mit der Studie Eolab präsentiert Renault einen zukunftsweisenden Technologieträger, der mit einem kombinierten Verbrauch von 1,0 l/100 km neue Effizienzmassstäbe setzt.

Renault-Eolab_Concept_2014_0bMöglich macht diesen Sparwert die neu entwickelte „Z.E. Hybrid”-Antriebstechnik, kombiniert mit intelligentem Leichtbau und ausgefeilter Aerodynamik. In der Kompakt-Studie der Clio-Klasse finden sich fast 100 Innovationen, dieEinzug in die Serie halten werden. So verzichten die Entwickler auf teure Materialien wie Titan und verwenden stattdessen zur Gewichtsreduzierung deutlich günstigere Metalle wie Aluminium und Magnesium. Ziel von Renault ist, ein Fahrzeug für breite Käuferschichten mit dem Technikpaket des Eolab in den kommenden zehn Jahren in Grossserie zu produzieren.

Schlüsselelemente des Z.E. Hybrid Systems im Eolab sind ein 78 PS starker Dreizylinder-Benzinmotor mit 1,0 Liter Hubraum und 95 Nm Drehmoment sowie ein Elektromotor mit 68 PS Leistung und 200 Nm Drehmoment. Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einer LithiumIonen-Batterie mit 6,7 kWh Energie. Der Stromspeicher erlaubt rein elektrisches Fahren bis zu 60 Kilometer Reichweite und bis zur Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.

Renault-Eolab_Concept_2014_14 Renault-Eolab_Concept_2014_13 Renault-Eolab_Concept_2014_12 Renault-Eolab_Concept_2014_11 Renault-Eolab_Concept_2014_10

Renault-Eolab_Concept_2014_02Die Kraftübertragung erfolgt über ein komplett neu entwickeltes 3-Stufen-Getriebe, das sämtliche Geschwindigkeitsbereiche abdeckt. Die beiden ersten Fahrstufen sind an den Elektromotor gekoppelt, die dritte Stufe an den Verbrennungsmotor. Je nach Erfordernis sind neun Stufenkombinationen möglich. Die Wechsel erfolgen automatisch und werden elektronisch gesteuert.

Z.E. Hybrid Modelle werden in den kommenden Jahren das Angebot der rein elektrischen Z.E. Modelle ergänzen. Eine Besonderheit der Technologie: Der Fahrer kann vor Fahrtantritt zwischen einem Kurz- und Langstreckenmodus wählen. Bei Langstreckenfahrten arbeiten Benzin- und Elektromotor zusammen. Im Schiebebetrieb und beim Verzögern wird die Batterie durch Rekuperation wieder aufgeladen. Bei Kurzstreckenfahrten schaltet sich das Verbrennungsaggregat erst ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h hinzu.

Renault-Eolab_Concept_2014_0a Renault-Eolab_Concept_2014_0c Renault-Eolab_Concept_2014_0d Renault-Eolab_Concept_2014_0e Renault-Eolab_Concept_2014_0f

Einen wesentlichen Beitrag zur hohen Effizienz leistet das geringe Gewicht von nur 955 Kilogramm. Allein die Karosserie des Eolab wiegt 130 Kilo weniger als bei einem Clio.

Auch in der Aerodynamik setzt die Renault Studie Zeichen. Der Cw-Wert beträgt 0,235. Zur Verringerung des Luftwiderstands verfügt der Eolab unter anderem über eine Luftfederung, die den Wagen bei Geschwindigkeiten ab 70 km/h gegenüber der Normalposition um 25 Millimeter absenkt und so den Luftstrom unter dem Fahrzeug verringert. Dabei hilft auch der aktive Spoiler, indem er ebenfalls um zehn Zentimeter herunterfährt. Ebenfalls ab 70 km/h öffnen sich Luftleitelemente im Heckstossfänger hinter den Hinterrädern. Sie verhindern Luftverwirbelungen, die wie Bremsen wirken können.

Renault-Eolab_Concept_2014_04 Renault-Eolab_Concept_2014_08 Renault-Eolab_Concept_2014_09 Renault-Eolab_Concept_2014_16 Renault-Eolab_Concept_2014_17

Eine Rolle bei der aerodynamischen Gestaltung spielen auch die Felgen. Aus Designgründen und um eine optimale Bremskühlung zu gewährleisten, sind diese offen gestaltet. Beim fahrenden Auto schliesst ein raffinierter Mechanismus jedoch die Felgen und verringert so den Luftwiderstand. Temperaturfühler überwachen, dass die Bremsen nicht überhitzen. In diesem Fall öffnen sich die Felgen wieder.

Mit dem Eolab zieht Renault technisch am zweisitzigen VW XL1 vorbei, der jedoch bereits in Kleinserie auf dem Markt ist. Bis zur Serie eines alltagstauglichen Einliter-Autos von Renault dürfte jedoch noch eine Dekade vergehen.

Renault-Eolab_Concept_2014_05

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein um hier zu kommentieren.